Das Fach Chemie am MGS
Bedeutung und Zielsetzung
Der Chemieunterricht am Märkischen Gymnasium vermittelt grundlegende Kenntnisse über Stoffe, ihre Eigenschaften und chemische Reaktionen. Ziel des Unterrichts ist es, SchülerInnen die Bedeutung chemischer Prozesse im Alltag, in der Natur und in technischen Verfahren bewusst zu machen. Dabei steht ein lebensnaher und anschaulicher Zugang im Mittelpunkt, der Neugier weckt und naturwissenschaftliches Denken fördert. Chemie wird dabei nicht als abstrakt oder bedrohlich verstanden, sondern als wesentlicher Bestandteil unserer Lebenswelt.
Zentrale Kompetenzbereiche
Im Mittelpunkt stehen experimentelles Arbeiten, naturwissenschaftliches Denken sowie das Verstehen chemischer Zusammenhänge. Die SchülerInnen erwerben Kompetenzen im Beobachten, Untersuchen, Auswerten und Erklären chemischer Prozesse. Darüber hinaus lernen sie den sicheren Umgang mit Stoffen und Experimenten sowie den Einsatz chemischer Modelle, etwa zum Aufbau von Atomen, Bindungen und dem Periodensystem der Elemente.
Unterrichtsorganisation und Curriculum
Das Fach Chemie wird in Klasse 7 halbjährig sowie in den Klassen 8 bis 10 durchgängig unterrichtet. In der gymnasialen Oberstufe werden regelmäßig Grundkurse und – abhängig vom Wahlverhalten – auch Leistungskurse angeboten.
Der Unterricht orientiert sich an den curricularen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen und verbindet theoretische Grundlagen mit experimentellen und alltagsbezogenen Themenfeldern. Dazu gehören unter anderem Lebensmitteluntersuchungen, Brandbekämpfung, Salze, Korrosion, Batterien und Akkus sowie Säuren und Basen im Alltag.
Im Differenzierungsbereich werden zudem in regelmäßigen Abständen fächerübergreifende Kurse angeboten. Fachräume mit digitaler Ausstattung ermöglichen den Einsatz von Animationen, Lernhilfen, Unterrichtsfilmen und Experimentvideos.
Durch den Einsatz von digitalen Messinstrumenten werden zusätzliche Möglichkeiten beim Experimentieren geschaffen.
Leistungsbewertung und Rückmeldung
Die Leistungsbewertung berücksichtigt sowohl theoretische Kenntnisse als auch praktische und experimentelle Arbeitsformen. Bewertet werden unter anderem mündliche Beiträge, Protokolle, Präsentationen, experimentelles Arbeiten sowie die aktive Mitarbeit im Unterricht. Regelmäßige Rückmeldungen begleiten die individuelle Lernentwicklung.
Förderung und Differenzierung
Durch vielfältige experimentelle Zugänge und alltagsnahe Themen ermöglicht der Chemieunterricht individuelle Lernwege und berücksichtigt unterschiedliche Interessen und Lernvoraussetzungen. Die Teilnahme an bundesweiten Wettbewerben bietet zusätzliche Möglichkeiten der naturwissenschaftlichen Förderung und zum praktischen Arbeiten.
Besondere Angebote und Erfolge
Ein besonderer Schwerpunkt des Fachs liegt auf schülerorientiertem Experimentalunterricht, welcher alltägliche Phänomene forschend entdeckt. Die Schülerexperimente werden durch Demoexperimente und moderne digitale Medien zur Darstellung komplexer oder sicherheitsrelevanter Experimente mithilfe von Animationen und Videos ergänzt. Praxisnahe Arbeiten wie der Projektkurs “Milena” ermöglichen SchülerInnen der 12. Klasse Erfahrungen aus der Perspektive der Lehrenden zu sammeln, indem sie zum Beispiel naturwissenschaftlichen Unterricht in jüngeren Jahrgangsstufen eigenständig planen und praktisch durchführen. Darüber hinaus konzipieren und gestalten sie Projektstunden im naturwissenschaftlichen Bereich für Grundschulkinder. Auf diese Weise leisten sie zugleich einen Beitrag zur Förderung der frühkindlichen MINT-Bildung.