
„Diese EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann.“ (Björn Höcke laut Phoenix phoenix.de) Auch die Kanzlerkandidatin der AfD Alice Weidel stellte den Brexit als mögliches Vorbild für Deutschland dar – der „Dexit“ (Spiegel 2024 spiegel.de)
Derartige Aussagen spiegeln eine wachsende Skepsis gegenüber der EU wider und tragen dazu bei, dass viele Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in die Europäische Union verlieren. Dabei gerät die essentielle Rolle der EU in den Bereichen Freiheit, Frieden und auch Sicherheit zunehmend aus dem Blickfeld. Um so wichtiger ist es, dass sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit der europäischen Politik und den Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, auseinandersetzen. In einer Zeit, in der das Vertrauen in politische Institutionen schwindet, ist es von entscheidender Bedeutung, die Funktionsweise der Demokratie zu verstehen.
So setzte sich das Märkische Gymnasium Schwelm in diesem Jahr auf besondere Weise für die Förderung der politischen Bildung ihrer Schülerinnen und Schüler ein und schickte erstmals eine ganze Jahrgangsstufe nach Brüssel – ins Herz der Demokratie Europas.
Bei dem Besuch des EU-Parlaments erlebten die Schülerinnen und Schülern hautnah, wie politische Entscheidungen getroffen werden und welche Rolle die EU im Alltag spielt. Diese Exkursion, die zusätzlich zum Fahrtenprogramm des Gymnasiums stattfand, konnte durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins für den ganzen Abiturjahrgang ermöglicht werden.

Zwei Schülerinnen aus der Q2, Gwendolyn Domnick und Mia Allermann, beschreiben ihre Eindrücke so:
Im EU-Parlament begaben wir uns zunächst durch die Sicherheitskontrollen. Eine Mitarbeiterin des Parlaments empfing uns freundlich und führte uns als Gruppe in einen kleinen Saal. Dort bekamen wir eine interessante Einführung in die Struktur und die Aufgabenbereiche der EU. Im Anschluss daran versammelten wir uns zu einem Gruppenfoto.

Dann ging es in den beeindruckenden offiziellen Plenarsaal, in dem die Abgeordneten aus den 27 Mitgliedsstaaten tagen. Von den oberen Tribünen aus bot sich uns ein faszinierender Blick auf die Ratsplätze.
Während unseres Aufenthalts lernten wir viel über das hocheffiziente und beeindruckend schnelle Übersetzungssystem, das es mit seinen Dolmetscher-Kammern den Mitgliedsstaaten der EU ermöglicht, trotz sprachlicher Unterschiede reibungslos miteinander zu kommunizieren.
Wir nahmen diese Exkursion als einen lehrreichen und beeindruckenden Tag wahr, der uns die Bedeutung der Europäischen Union für die Zusammenarbeit in Europa auf eindrucksvolle Weise näherbrachte.